Verwendung von Cookies

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.

Knie

Ein Knieleiden kann bei jüngeren und älteren Menschen auftreten. Häufig ist ein Verschleiß des Kniegelenks – auch Kniegelenksarthrose oder Gonarthrose genannt – Ursache von eingeschränkter Beweglichkeit oder Schmerzen im gesamten Bein. Bei einer Kniegelenksarthrose ist die Ursache der Symptome ein beschädigter bzw. teilweise oder komplett aufgebrauchter Knorpel der artikulierenden Gelenkflächen. Sind alle Gelenkflächen betroffen spricht man von Pangonarthrose. Sind nur Teile beschädigt und die Beinachse verändert, handelt es sich um eine Varus-Gonarthrose (bei der O-Beinstellung mit aufgebrauchtem Gelenkknorpel auf der Innenseite des Knies) oder Valgus-Gonarthrose (bei X-Bein-Stellung und aufgebrauchten Knorpel auf der Außenseite des Gelenks).

Symptome

Typische Erstsymptome sind Schmerzen in den Kniegelenken beim Treppensteigen und ein sogenannter Anlaufschmerz bei den ersten Schritten. Arthroseschmerz tritt anfänglich noch stoßweise auf, bis er schlussendlich dauerhaft die tägliche Aktivität und Gehstrecke einschränken kann. Bei fortgeschrittenem Verschleiß des Kniegelenks schmerzen die Gelenke auch in Ruhe und nachts.

Diagnostik

Bei einem Verdacht auf ein Knieleiden ist eine ausführliche Anamnese und Untersuchung des Patienten wichtig. Häufig genügt ein Röntgenbild, um die Schwere der Arthrose beurteilen zu können. Dabei ist insbesondere der Abstand zwischen knöcherner Gelenkflächen wichtig: Je schmaler der Gelenkspalt ist, desto ausgeprägter ist der Knorpelschaden und der Grad der Arthrose. Bei besonderen Fragestellungen können weitere bildgebende Untersuchungen wie die Anfertigung von gehaltenen Röntgenbildern, einer Computertomographie (CT), Magnetresonanztomographie (MRT) oder andere Untersuchungen notwendig sein.

Konservative Therapie

Eine Arthrose ist nicht heilbar, aber der Arthroseprozess kann durch verschiedene Maßnahmen verlangsamt werden.
Bei einer beginnenden Arthrose besteht die Behandlung mit konservativen Maßnahmen, wie Schmerzmittel, Krankengymnastik, physikalischer Therapie, Hyaluronsäure-Injektionen in das Gelenk und Akupunktur.
Ist die Krankheit zu weit fortgeschritten, muss über eine Operation nachgedacht werden. Während leichte Gelenkveränderungen im Rahmen einer Kniearthroskopie (Gelenkspiegelung) behandelbar sind, hilft bei einer ausgeprägten Arthrose oftmals nur der Einsatz eines künstlichen Gelenks, einer Knieendoprothese.

Operative Therapie

Nach strenger Indikationsstellung und der Entscheidung zur operativen Therapie erfolgt eine Operation nach klaren Behandlungsstandards und höchster fachlicher Expertise.
Je nach Ausmaß der Knorpelschädigung gibt es unterschiedliche Möglichkeiten des Oberflächenersatzes. So erfolgt bei einer Pangonarthrose der Ersatz der gesamten Knorpeloberfläche. Hingegen wird bei einer nur die Innenseite des Kniegelenks betreffenden Arthrose nur die kaputte Innenseite mit einer sogenannten Uni-Schlittenprothese ersetzt.
Unsere Klinik hält eine Auswahl an sogenannten Standardimplantaten immer vor, mit denen man auf die Besonderheiten der Kniegelenksathrose eingehen kann (z.B. Schlittenprothesen, Titanprothesen bei Nickelallergien, Oberflächenersatz mit verschiedenen Kopplungsgraden oder achsgeführte Gelenke). Es kann auch die Möglichkeit zur Anfertigung einer Individualprothese bzw. individueller Schnittblöcke bestehen.

Nachbehandlung, Rehabilitation und Sport

Häufig dürfen die Patienten bereits am Operationstag das Bett verlassen und in Begleitung der Physiotherapeuten die ersten Schritte mit dem neuen Gelenk gehen. Das operierte Bein kann dabei in der Regel sofort voll belastet werden. Gehstützen sind in den ersten Wochen nach der Operation sinnvoll.

Eine Woche nach der Operation können die Patienten des EPZ die Klinik in Richtung Rehabilitationsklinik verlassen. Bis dahin haben Sie das Treppensteigen an Gehstützen und die Beugung des künstlichen Gelenks auf 90° trainiert. Der Aufenthalt in der Rehaklinik beträgt in der Regel drei Wochen und wird bereits vor der Operation von den behandelnden Ärzten und dem Sozialdienst der Klinik Rotes Kreuz organisiert.

In Abhängigkeit der körperlichen Belastung ist die Wiederaufnahme der Arbeit nach vier bis acht Wochen wieder möglich. Auch Sportarten wie Joggen, Schwimmen und Radfahren sind mit einem künstlichen Kniegelenk langfristig wieder möglich.
Ein Nachsorge-Termin findet in der Regel drei Monate nach der Operation bei Ihrem behandelnden Arzt statt, sowohl zur klinischen als auch radiologischen Kontrolle des neuen Gelenks.


Demo Image

Hüfte und Hüftleiden

Mehr...

Demo Image

Über die Behandlung hinaus

Mehr...

Demo Image

Unsere Medizinischen Leistungen

Mehr...